5. Generation, geb. 1946

H.P.Klötzli

H.P. Klötzli machte seine Messerschmied-Lehre bei Victorinox, dem weltbekannten Hersteller des roten Schweizer Taschenmessers. Er begibt sich 1969 auf Wanderschaft, jedoch nicht um sich fachlich weiterzubilden, sondern um die Welt zu erkunden. Seit er 1972 das elterliche Geschäft übernommen hat, zeichnen Verbundenheit mit der Tradition und gleichzeitig Innovationsgeist seine Arbeit aus.


"Es ist mir bewusst, wie viel 
Vorarbeit und Engagement
meine Vorfahren in die Firma
gesteckt haben. Es wurde mir
auch bewusst, was es braucht,
eine Firma jahrhunderte! lang über
die Runden zu bringen, alle
Hochs und Tiefs zu meistern.
Ich habe grössten Respekt und
Achtung vor meinen Vorfahren,
von denen jeder auf seine Weise
und seiner Zeit entsprechend
seinen Beitrag geleistet hat."

ACC1

Der Klassiker unter den Klötzli Messern, das erste Klappmesser Modell,
das H.P. unter dem Namen Klötzli produzierte. Es steckt eine unglaubliche
Menge an Fachwissen und handwerkem Know-how in diesem Produkt,
das die Klötzli Messerschmiede zu weltweiter Bekanntheit unter den Messerliebhabern führte.

Die alte Werkstatt

19.07.1984, letzter Arbeitstag in der Werkstatt an der Mühlegasse 6.
H.P. Klötzi, Paul Flury, Paul Jenal und Tsiring Brun.

Die alten Räumlichkeiten hinter dem Ladengeschäft, die seit 1846
in Gebrauch sind, haben definitiv ausgedient. Es ist zu eng
für die Produktion der neuen Messer.
Die neue Werkstatt wird rund acht Mal grösser sein.

1972 übernimmt H.P. den elterlichen Betrieb. Mit dem selben Elan mit dem er in den letzten paar Jahren die Welt bereiste (mit Rucksack rund um Afrika, als Hilfskoch auf einem Frachter oder als Arbeiter auf israelischen Bananen Plantagen) macht er sich an die Modernisierung der Messerschmiede, als erstes an die Käsebohrer Produktion. Bald darauf braucht die Werkstatt mehr Platz.

Paul Flury

Messerschmiedgeselle Paul Flury
arbeitet während drei
Generationen (1931-1990)
in der Werkstatt
der Klötzli Messerschmiede.
(Auch links neben H.P. Klötzli zu sehen)

"Nobunaga"

Colani Dolch

Nach den Zeichnungen von Lugi Colani kreierte H.P. Klötzli 1991 den
Nobunaga Dolch, es wurden drei Exemplare hergestellt.

Vorreiter

1981 publizierte H.P. Klötzli
zusammen mit dem deutschen
Messermacher Wolf Borger das
erste europäische Messer
Magazin, "European Blade"
später "Das Messer".

1982 organisierte H.P. die erste
europäische Messeraustellung,
die Swiss Knife Show.

Leidenschaft

Es war schon immer H.P.`s
Leidenschaft ein genaues,
exaktes Produkt abzuliefern.

H.P. benutzte als erster 
weltweit  Karbon als Werkstoff
für Klappmessergriffe, links das
Model C22 produziert für die
amerikanische Firma Spyderco.

 

Hoher Besuch

Die Herstellung der neuen Klappmesser erforderte viel neues Fachwissen.
Der Grundstein für dieses lieferte Michael Walker mit seiner "Liner Lock"-Technik.
Die wohl bekanntesten amerikanischen Messermacher Bob Terzuola, Michael Walker und Ron Lake bei einem gemeinsamen Besuch in der Werkstatt der Klötzli Messerschmiede.